BLOODY YOUNG.
Ach ja.
Eigentlich ist unser leben genau wie es sein soll.
Wir sind blutjung.
Voller Leben und Emotionen.
Machen Fehler.
Und lachen trotzdem zwischen den Tränen immer wieder.
Und ich glaube gerade darin liegt der Reiz des Jungseins.
Man ist frei.
Trotz all der ganzen Probleme, die im Vergleich doch noch recht klein sind.
Sie knutscht wieder mit dem selben Exfreund, von dem sie ganz genau weiß das er ihr nicht guttut und sie nur weiter mit innerer Leere füllt.
Ich verliebe mich zum abertausensten Mal in den selben Kerl, von dem ich ahne das er nie den inneren Wunsch meinerseits erfüllen wird, den ich insgeheim hege.
Sie ist dabei mit sich selber ins Reine zukommen und beginnt sich mit all ihren Seiten zu akzeptieren, so dass sie in naher Zukunft auch endlich frei sei kann.
Und sie? Verwirrt sich immer mehr in ihrer eigenen Einsamkeit und versteht nicht das Stehenbleiben, Rückschritt bedeutet.
Ach ja.
Jung sein.
Das kommt nicht wieder und bliebt nicht lang.
Und wahrscheinlich haben wir es bis hierhin kaum genug genossen und werden es nicht genug genießen.
Doch trotzdem werde ich mich an all diese himmelhochjauchzenden und plötzlich totbetrübten Gefühle gerne erinnern.
Denn so echt wie jetzt.
So ehrlich wie jetzt.
So frei wie jetzt.
So jung wie jetzt.
So rein, werden wir wohl nie werde sein.
Also hiermit,
Auf all die dunklen Täler die ich durchschreiten werden, ohne mich dabei in Gottes Nähe zu fühlen.
Auf all die durchtanzten Nächte und die Kopfschmerzen am Tag danach.
Auf all die riesigen Kaffeebecher, die unsere nächtlichen Lerntiraden leichter machen.
Auf all das Reden über die noch so unnötigsten Geschichten über Jungen die Männer sein wollen.
Auf all das Gelächter mit Bauchweh.
Auf all meine Gefühlsausbrüche wegen Noten, jungen Männern, Freunden oder meinen Eltern.
Auf all unsere ERSTEN.. eigenen Wohnungen, Autos, Abschlüsse, Reisen, Atemzüge in Freiheit.
Auf all die fast blutigen Streitereien mit Eltern, weil wir nun wirklich erwachsen werden.
Auf all die Sekunden in denen wir uns aneinander festhalten, weil wir uns dann manchmal doch nicht nicht bereit fühlen... diesen ganzen Erwachsenenspaß mitzumachen.
Denn schon viel zu früh und in viel zu naher Zukunft werde ich...
Auf meiner eignen Couch,
In meiner eigenen Wohnung,
Sitzen und mit einem lachenden und einem weinenden Augen diese Zeilen lesen und mich an diese Zeit zurückerinnern.
Doch solange dieser Zeitpunkt noch nicht da ist, werde ich es genießen.
All diese Farben.
IN VOLLEN ZÜGEN.

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